Elbbrücke steht vor dem Aus

Kein Geld für die BrückeMehr als 20 Jahren ist es her, dass der Bau einer neuen Elbbrücke im Landkreis Lüneburg erstmals versprochen wurde. Die Brücke sollte Darchau und Neu Darchau verbinden – und so auch ein Zeichen der deutschen Wiedervereinigung sein. Nun steht die Elbbrücke vor dem Aus.

Wegen der zu erwartenden Kosten haben der Wirtschafts- sowie der Betriebs- und Straßenbauausschuss des Kreistags am Dienstag in Lüneburg beschlossen, die Planungen einzustellen.
Die rot-grüne Mehrheit stimmte nach Angaben einer Kreissprecherin gegen ein Planfeststellungsverfahren für die Elbbrücke. Ob die Pläne endgültig verworfen werden, entscheidet der Kreistag am 20. Juli. Auch der Vorschlag der CDU-Fraktion, den Bau einer günstigeren Schrägseilbrücke zu prüfen, hat keine Mehrheit gefunden.
„Die in den letzten Jahren eingetretene Kostensteigerung kann der Landkreis Lüneburg nicht mehr abfangen und ist deshalb nicht in der Lage, die Brücke zu bauen“, sagte Landrat Manfred Nahrstedt (SPD). Statt der zunächst kalkulierten 45 Millionen, ging der Kreistag zuletzt von bis zu 60 Millionen Euro aus.