Land bestätigt Kostenermittlung

Kein zusätzliches Geld vom Land für die ElbbrückeKnapp 60 Millionen Euro müsste der Landkreis Lüneburg für den Bau einer Elbbrücke bei Neu Darchau veranschlagen: Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat jetzt die Kostenermittlung für den Brückenbau bestätigt, die der Landkreis Lüneburg Mitte April 2015 vorgelegt hatte. Das berichtete Landrat Manfred Nahrstedt am 1. Juni 2015 im Kreistag.

Auf Nachfrage des Landkreises hatte die Landesbehörde die Kosten, die das planende Ingenieurbüro auf Grundlage der aktuellen Planungen ermittelt hatte, mit den Kosten bereits fertiggestellter Bauwerke der niedersächsischen Straßenbauverwaltung verglichen. Ergebnis: Die angegebenen Kosten für die Strombrücke, die Vorlandbrücken, die Straßen einschließlich Rampen und die Schutzmaßnahmen seien „auskömmlich und realistisch“, so die die Behörde in ihrem Schreiben.

Lediglich die Bauzusatzkosten, darunter vor allem die Aufwendungen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Biosphärenreservat, würde das Land höher ansetzen und empfiehlt, mit einem Anteil rund 2,5 bis 3 Prozent der Gesamtbaukosten zu kalkulieren. „Das bedeutet, dass der Landkreis eher mit knapp 60 Millionen Euro rechnen muss“, erklärt Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer, „die Kostenermittlung des Ingenieurbüros ging von rund 58 Millionen Euro aus – und das war bereits deutlich höher als die ursprüngliche Kostenschätzung von 45 Millionen Euro.“

Das weitere Vorgehen wird Landrat Manfred Nahrstedt mit den Fraktionsvorsitzenden des Kreistags am 15. Juni 2015 besprechen. Die Beschlussfassung über die weitere Vorgehensweise zur Elbbrücke liegt dann beim Kreistag am 20. Juli 2015.