Landrat Nahrstedt muss die Elbbrücke Neu Darchau beerdigen!

Eisgang könnte Neu Darchau gefährdenDie Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“ (BI) in Neu Darchau ruft den Lüneburger Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) dazu auf, das Ergebnis der Bürgerbefragung zur geplanten Elbbrücke in Neu Darchau jetzt wirklich ernst zu nehmen und den Willen der Lüneburger Bürgerinnen und Bürger umzusetzen. Eine neue Kostenberechnung hatte zuvor ergeben, dass sich der von Lüneburg für die Elbbrücke zu erbringende Eigenanteil mehr als verdoppeln würde.

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Kostenberechnung für Planung und Bau der Elbbrücke Neu Darchau erinnert die BI daran, dass das Bürgervotum vom Januar 2013 nur so lange Zustimmung zum Bau der Elbbrücke signalisierte, wie der vom Landkreis Lüneburg zu zahlende Betrag die Grenze von zehn Millionen Euro nicht überstieg. Nach den jüngsten Berechnungen eines Hamburger Ingenieurbüros läge dieser Eigenanteil nun aber mit 22,25 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch.

„Damit kehrt sich das Abstimmungsergebnis von vor zwei Jahren ins Gegenteil“, so BI-Sprecher Andreas Conradt. „Die scheinbare Mehrheit für den Bau kam damals nur mit den Stimmen derer zustande, die eine Deckelung des Eigenanteils auf zehn Millionen Euro forderten. Jetzt, wo diese Grenze überstiegen werden müsste, lautet das Signal, dass angesichts der Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Lüneburg gegen die Brücke ist.“

Die BI erinnert daran, dass die Brückenbefürworter zu recht seit zwei Jahren darauf pochten, das Bürgervotum zu respektieren. Auch Landrat Nahrstedt habe seit dem Aufkommen der Idee für eine Bürgerbefragung betont, er werde das Ergebnis ernst nehmen. „Das erwarten auch die Bürgerinnen und Bürger in Neu Darchau von Ihnen“, ruft die Neu Darchauer Bürgerinitiative dem Landrat aus dem Nachbarkreis nun zu.

„Bei derart explodierenden Kosten“, so Conradt, „widerspräche der Bau der Brücke nicht nur dem Willen der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch dem Gemeinwohl. Die Pläne jetzt sofort zu beerdigen, alle weiteren kostspieligen Planungen zu unterlassen und den Menschen im Amt Neuhaus durch günstigere Fährangebote zu helfen – nur das wäre für das Gemeinwohl förderlich.“